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Kohl, das grüne Gold Dithmarschens

Der Kohl spielt nicht nur in der Landwirtschaft eine tragende Rolle- auch Dichter und Denker haben sich ihm gewidmet.

Kohlgedichte

Dithmarscher Kohlköpfe, ein Gedicht von Peter-Hermann Peters

Dithmarscher Land- du bist bekannt
für Köpfe der Natur und Kunst:
Hebbel und Groth schrieben brillant,
dein Kohl genießt die höchste Gunst!

Er ist quasi in aller Mund‘:
der rote, weiße, grüne Kopf,
ist nahrhaft, lecker und gesund-
ob roh oder aus heißem Topf!

Für Haut und Haar ist er der Clou
dank Hubert Nickels‘ Forscherdrang:
mit Salbe, Creme und Shampoo
ihm manch’s Produkt aus Kohl gelang!

Auch steht der Kohl wie ein Symbol
für Dithmarscher Mentalität:
verlässlich und kein bisschen hohl-
begehrenswert von früh bis spät!

Der Kohl, ein Gedicht von Wilhelm Busch

Unter all den hübschen Dingen           
In der warmen Sommerzeit
Ist ein Korps von Schmetterlingen
Recht ergötzlich insoweit.

Bist du dann zu deinem Wohle
In den Garten hinspaziert,
Siehst du über deinem Kohle
Muntre Tänze aufgeführt.

Weiß gekleidet und behende
Flattert die vergnügte Schar,
Bis das Lieb und Lust zu Ende
Wieder mal für dieses Jahr.

Zum getreuen Angedenken,
Auf den Blättern kreuz und quer,
Lassen sie zurück und schenken
Dir ein schönes Raupenheer.

Leidest du, dass diese Sippe
Weiterfrisst, wie sie begehrt,
Kriegst du nebst dem Blattgerippe
Nur noch Proben ohne Wert.

Also ist es zu empfehlen,
Lieber Freund, dass du dich bückst
Und sehr viele Raupenseelen,
Pitsch, aus ihren Häuten drückst.

Denn auch der ist wirklich weise,
Der auch in die Zukunft schaut.
Denk an deine Lieblingsspeise:
Schweinekopf mit Sauerkraut.                         
 

 

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